Häufige Fragen zur Einzeltherapie & psychologischen Beratung

Mit welchen Themen kann ich kommen, worin unterscheiden sich Beratung und Therapie, und nach welchen Methoden arbeite ich? Die häufigsten Fragen zur Einzelarbeit.

Themen, Methoden und Ablauf der Einzeltherapie

Mit welchen Themen kann ich denn zu Ihnen kommen?

Alle Themen, die Ihr Lebensgefühl stark und dauerhaft beeinflussen und die unbeachtet zu noch mehr Leid führen würden. Dazu gehören u.a. Anpassungsstörungen, die nach belastenden Lebensereignissen oder einschneidenden Veränderungen auftreten können. Mangelnder Selbstwert oder Selbstliebe, Liebeskummer, Verlust, Ängste, Bindungs-und Entwicklungstraumatisierungen, leichte bis mittelschwere depressive Symptome, Burnout oder auch Wendepunkte im Leben, wie Elternschaft, Rente, Auszug der Kinder, Jobwechsel führen oft zu Verunsicherungen ... um nur einige zu nennen.

Was ist der Unterschied zwischen eine Psychologischen Beratung und einer Psychotherapie?

Psychologische Beratung ist die Unterstützung bei akuten, lebensweltlichen Problemen und die Stärkung der persönlichen Ressourcen.

Die Psychotherapie ist die Behandlung psychischer Erkrankungen mit Krankheitswert und wird der ICD 10 zugeordnet. Dazu gehören unter anderem Angststörungen, Zwänge, leichte Depressionen, somatische Störungen, Anpassungsstörungen, akute Belastungsstörungen oder Burnout, um nur einige zu nennen. Insofern Sie keine medikamentöse Behandlung brauchen, können wir beim Erstgespräch herausfinden, ob ich die richtige Therapeutin für Sie bin.

Kann ich bei Ihnen auch die Wartezeit auf einen Kassenplatz überbrücken?

Unbedingt! Das geht sehr gut. Das entlastet Sie und bringt oft eine erste Linderung. Denn es kann sein, dass sich bei zu langer Wartezeit Ihre Beschwerden verschlimmern.Haben Sie bereits eine Diagnose, und Sie benötigen dringend eine Psychotherapie, dann lassen Sie sich einfach auf die Warteliste eines Therapeuten setzen, der Sie auf Klassenleistung behandeln kann, und wir überbrücken diese Wartezeit.

Muss ich mich für eine spezielle Methode entscheiden, oder passen Sie das individuell an?

Meinen Behandlungsansatz wähle ich entsprechend Ihrer Thematik und Ihrer Beschwerden aus.

Wie oft muss ich kommen?

In den Einzelsitzungen hängt der Rhythmus auch davon ab, ob Sie sich für ein Coaching, eine Beratung oder eine Therapie entscheiden. Oft wird anfangs eine Sitzung pro Woche empfohlen, um anschließend auf immer größere Abstände überzugehen. Aber auch eine Therapie mit 2wöchigen Abständen ist sehr sinnvoll, und das machen die meisten KlientInnen.

Welche Therapiemethoden wenden Sie an?

Die Gesprächstherapie nach Rogers ist die Grundlage in jeder meiner Therapiestunden. Hier ist es wichtig, dass wir eine tragfähige Beziehung zueinander aufbauen, die geprägt ist von Vertrauen und dem Gefühl, dass Sie sich gut aufgehoben fühlen.

Die Emotionsfokussierte Therapie ist mein Schwerpunkt auch in der Einzelsitzung. Emotionen machen uns aus. Sie sind der Zugang zu unseren Bedürfnissen und die Voraussetzung für Beziehungen, die wir eingehen und sind daher unverzichtbar. Sie schaffen die Verbindung zu mir selbst und zu anderen. Gefühle zu unterdrücken oder zu missachten macht uns krank und unglücklich. Viele Störungen sind die Folge eines falschen Umgangs mit unseren Gefühlen.

Bei Bedarf und entsprechender Thematik arbeite ich mit der EMDR - Traumatherapie: hier geht es um die bilaterale Hemnisphärenstimulation. Diese Stimulation unterstützt das Gehirn die eigenen Selbstheilungskräfte zu aktivieren und belastende Erinnerungen zu verarbeiten.

Auch der Verhaltentherapeutischer Ansatz  ACT - Akzeptanz - und Commitment Therapie ist in meinem Methodenkoffer zu finden. Besonders bei Ängsten ist es eine beliebte und erfolgsversprechende Methode, als auch bei Prokrastination.
Im Zentrum der ACT steht die psychische Flexibilität zu erhöhen, indem Sie lernen, störende Gedanken und Gefühle anzunehmen und sich stattdessen auf Handlungen zu konzentrieren, die Ihren persönlichen Werten entsprechen. Ziel ist es, ein sinnvolles und selbstbestimmtes Leben zu führen, auch angesichts von psychischem Leid oder körperlichen Beschwerden.

Gibt es nicht noch einen weiteren verhaltenstherapeutischen Ansatz?

Ja, die Schematherapie findet auch einen großen Anklang bei meinen Klientinnen. Hierbei lernen Sie Ihre maladaptiven Schemata aus der Kindheit kennen, die oft den Hintergrund bilden, wie wir unsere späteren Erfahrungen wahrnehmen, bewerten und erleben. Diese maladaptiven Schemata sind durch die Verletzung unserer Grundbedürfnisse entstanden. Ich mache Sie mit Ihrem Kinder-ich vertraut, Sie lernen Ihr Erwachsen-Ich kennen und erfahren wer Ihr Eltern -ich geprägt hat und was es für einen Einfluss noch auf Ihr heutiges Leben hat. Alle 3 lernen Sie im Hier und Jetzt auch zu unterscheiden. Denn zwischen der Aktion und der Reaktion liegt das Re. Das ist der Raum, wo ich die Wahl habe. Ich kann entscheiden ausserhalb meiner gewohnten Muster zu agieren und nicht nur bloss zu reagieren.

Gibt es noch weitere Techniken, die Sie anbieten auch bei Stress?

Die Körperpsychotherapie ist ebenfalls eine Richtung, die ich immer in meine Sitzungen mit einflechte. Die Somatisch emotionale Integration nach Damy Charf ist ein wichtiger Ansatz,  als auch Entspannungstechniken wie Meditation oder PMR Progressive Muskelrelaxation nach Jakobsen sind sehr effektive Methoden, um den Körper spürbar zu machen.

Sie haben auch ein Buch über Kommunikation geschrieben?

Ja. Es lehnt sich an das Archetypenkonzept von C.G Jung an. Wissen Sie eigentlich wer Sie alles sind? Wer sind die Geschichtenerzähler, die Ihnen jeden Tag über Ihre Gedanken sagen, was Sie zu tun haben. Oft reduzieren wir uns auf eine Charaktereigenschaft oder einen Anteil unserer Persönlichkeit. Vermissen aber unser "altes Ich".  "Früher war ich mal anders, viel leichter!" Dabei sind Sie vielleicht gar nicht nur das ein oder andere, sondern haben es vielmehr aus den Augen verloren.

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